Seife entsteht bei der Reaktion eines
Fettes mit Natronlauge.
Als Fettzusatz kommt rein theoretisch jedes natürliche Fett oder
Öl in Frage.
Wobei die Qualität der Ausgangsfette die "Güte" der
fertigen Seife mitbestimmen.
Art und Menge von Duftstoffen, Farbstoffen, sowie speziellen
Zusätzen, sind die anderen "Gütemerkmale".
Seifen
und Seifenprodukte sind wichtige Duftwaren, denn sie sind wie Kosmetika
hauptsächlich aus Fetten und Ölen hergestellt, welche ätherische Öle sehr gut
annehmen.
Die Seifenfabrikation begann, als einem Alkali ("al
qili" arabisch für Asche des Seifenkrauts) Schweinefett oder Talg beigefügt
wurde.
Die Reinigungskraft der Seife beruht auf einem
erstaunlichem und komplizierten Vorgang.
Das Seifenmolekül hat ein polares und ein unpolares
Ende. Dadurch kann es als erstes die Fette, die Schmutz enthalten, festhalten
und dann mit Wasser entlassen.
Dieses Verhalten der Seifenmoleküle hindert die Öle
daran, sich miteinander zu verschmelzen, wie dies der Fall wäre, wenn man
beispielsweise eine Salatsauce längere Zeit stehen ließe.
Die Öle sind im Seifenschaum gefangen, bis sie
weggespült werden.
So fabelhaft Seife ist, sie hat einen Geruch nach Fett
und wurde deshalb schon immer parfümiert.
Man muß allerdings sehr geschickt mit der
Parfümzusammensetzung sein, damit die ätherischen Öle mit den Fettsäuren
harmonisieren.